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Die Hessische Landesregierung will zusätzlich 3 Mio. DM für die Durchführung von BSE-Schnelltests zur Verfügung stellen, teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten in Wiesbaden mit. Die Mittel seien vor allem für die Finanzierung von Tests an verendeten und notgeschlachteten Tieren, die seit Anfang dieser Woche vorzeitig in Hessen durchgeführt werden, bestimmt. Dem Gesetzentwurf für ein Tiermehlverbot im Bundesrat werde das Land Hessen zwar zustimmen, es fordere darüber hinaus aber ein umfassenderes Paket an Schutzmaßnahmen vor BSE und ein Hilfsprogramm für die Landwirtschaft. Hessen, Baden-Württemberg und Bayern wollen morgen im Bundesrat gemeinsam einen entsprechenden Maßnahmenkatalog einbringen. Gefordert wird darin unter anderem ein Exportverbot von lebenden Rindern sowie Rindfleisch aus Großbritannien, der Schweiz, Frankreich und Irland sowie ein Exportverbot für Schafe und Schaffleisch aus Großbritannien. Darüber hinaus sei die Bundesregierung auch gefordert, die nationalen Forschungsbemühungen zu BSE zu intensivieren, heißt es in der Mitteilung weiter. (ED)
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