Hessen streitet über EEG


In der hessischen Landesregierung von CDU und FDP gibt es unterschiedliche Auffassungen über die weitere Förderung von erneuerbaren Energien. Das EEG soll geändert werden. Die hessische Agrar- und Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) setzt sich für eine weitere Förderung von erneuerbaren Energien ein.

Damit widerspricht sie in dieser Woche Vorschlägen ihres Kabinettkollegens, Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP), Subventionen für einzelne Energienformen abzuschaffen. Dies berichtet der Hessische Rundfunk. Stattdessen sollten Versorgungsunternehmen verpflichtet werden, bestimmte Quoten an Ökostrom abzunehmen.

Im Interview mit dem Rundfunksender nannte Puttrich den Vorschlag ungeeignet. Das Quotenmodell bevorzuge große Energieanbieter. Puttrich verweist auf Großbritannien, wo das Quotenmodell gerade wieder abgeschafft werde. Zwar müsse das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert werden, sagte Puttrich. Noch seien aber Subventionen nötig, um alternative Energieformen zur Marktreife zu bringen. Hessen setze auf eine dezentrale Energiewende. (da)
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