Hessische Rinder freiwillig auf BVD untersuchen


Die hessische Landesregierung appelliert an Landwirte, ihre Rinderbestände freiwillig auf die anzeigenpflichtige Tierseuche BVD (Bovine Virusdiarrhoe) untersuchen zu lassen. Eine verpflichtende Bundesverordnung zur Bekämpfung dieser Krankheit tritt erst 2011 in Kraft. Agrarministerin Silke Lautenschläger will mit dem Sofortprogramm den Kampf gegen die Ausbreitung dieser Rinderkrankheit aufnehmen. „Unser Ziel ist es, möglichst vielen Höfen schnell den Status eines BVD-unverdächtigen Bestandes zu erteilen. Wenn viele Betriebe diesem Aufruf folgen, kann die hessische Landwirtschaft einen Wettbewerbsvorteil erreichen“, erklärte die Ministerin heute in Wiesbaden.

Das Landwirtschaftsministerium hat gemeinsam mit dem hessischen Bauernverband und der Tierseuchenkasse ein freiwilliges Bekämpfungsprogramm entwickelt. Die Kosten für die Blutentnahme durch den Tierarzt und das Porto für die Gewebeproben von Kälbern sind vom Landwirt zu tragen. Alle übrigen Kosten werden übernommen. Ab Januar 2011 dürfen nur noch BVD-unverdächtige Rinder aus deinem Bestand verkauft oder in den Bestand eingestellt werden. Die Krankheit wird durch einen dem Schweinepesterreger ähnlichen Pestvirus hervorgerufen. Die Tiere leiden an Durchfall. Infiziert sich das Kalb bereits im Mutterleib, kann dies zur dauerhaften Ausscheidung des Erregers und schließlich zur tödlich verlaufenden "Mucosal Disease" führen (dg)
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