Zwischen griechischen Veterinär- und Phytosanitärbehörden und der russischen Behörde Rosselkhoznadzor wurde ein mehrstufiges Abkommen unterzeichnet. Zuvor hat die russische Lebensmittelaufsicht Rosselkhoznadzor auf griechische Einladung hin eine Reihe von Betrieben besichtigt, die am Export von Agrarprodukten nach Russland interessiert sind.

Allerdings hat nach russischer Darstellung die Wirtschaftskrise in Griechenland die Lebensmittelaufsicht stark geschwächt. Daher seien die Unternehmen, die sich den russischen Experten präsentiert haben, teils schlecht vorbereitet gewesen. Andere Unternehmen wiederum seien bereits auf einem Standard, wie er für den Export von Lebensmitteln nach Russland notwendig sei.

In einem ersten Abkommen, das Lieferungen nach Russland zum Ziel hat, sollen darum mehrere Abstufungen gelten. Zum einen sollen die vorbildlichen Betriebe lediglich nachweisen, dass sie dauerhaft hohe Qualität bieten. Ein weiterer Kreis von Unternehmen soll von der international tätigen Zertifizierungsorganisation A-Cert auf Audits vorbereitet werden. Die Unternehmenszentrale von A-Cert liegt in Thessaloniki, weitere Niederlassungen sind unter anderem in Russland, Bulgarien und Deutschland. Ziel ist es, dass die griechischen Behörden wieder selbst Kontrollen vornehmen können, die die Einhaltung russischer Standards sicherstellen sollen. (brs)
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