Hilfsprogramm für US-Milcherzeuger


Analog zum EU-Milchfonds haben auch die USA ein Hilfsprogramm für Milcherzeuger aufgelegt. Es umfasst 290 Mio. US-$. Nach Berechnungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA haben die US-Milcherzeuger im Sommer 2009 nicht kostendeckend wirtschaften können. Um einen Teil der Verluste auszugleichen, sollen sie eine Einmalzahlung erhalten. Sie basiert auf der Milchmenge, die in den Monaten Februar bis Juli 2009 erzeugt und vermarktet worden ist. Daraus rechnet das USDA eine Jahresproduktion hoch, für die der Ausgleich gezahlt wird. Das Ministerium erwartet, dass der Ausgleich von 290 Mio. US-$ für eine Jahresmilchmenge von rund 40 Mio. t gewährt wird. Das entspricht knapp der Häfte der US-Milchererzeugung. Daraus errechnet sich ein Betrag von schätzungsweise 0,7 Dollarcent pro Kilogramm Milch. Bei einer durchschnittlichen Milchleistung pro Kuh und Jahr in den USA von rund 9.300 kg ergibt sich ein Betrag von knapp 70 US-$ pro Tier. Die Gesamthilfe pro Milchbetrieb ist auf eine Höchstzahl von rund 300 Kühen begrenzt.

Insgesamt beträgt die Milcherzeugung in den USA rund 85 Mio. t. Zum Vergleich: In der EU sind es etwa 134 Mio. t. Der Milchfonds, der im Dezember in der EU beschlossen worden ist, hat ein Volumen von 300 Mio. €. Das jetzt beschlossene US-Programm in Höhe von 290 Mio. US-$ entspricht umgerechnet etwa 200 Mio. €.  Zusätzlich unterstützt das USDA die Milcherzeuger mit zahlreichen Ankaufprogrammen für nationale Ernährungsprogramme und Exportfördermaßnahmen. (db)
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