Heftiger Regen hat in Ostdeutschland erneut zu Überschwemmungen geführt. Hilfsangebote für Landwirte sind weiterhin unklar. Betroffen sind Nord- und Ostsachsen sowie Südbrandenburg. Insbesondere an den Nebenflüssen der Elbe sei die Lage noch angespannt, heißt es heute. In Brandenburg wurde nach starken Regenfällen an Neiße und Spree wieder die Alarmstufe 1 ausgerufen. Trotz der vorausgesagten weiteren Regenfälle erwartet das Landesumweltamt Brandenburg aber keine dramatische Zuspitzung der Hochwasserlage.

Das Landwirtschaftsministerium in Sachsen ist unterdessen noch mit Begutachtung der Schäden des Hochwassers von vergangener Woche beschäftigt. Es wären rund 700 ha Grünland und 700 ha Ackerland in Sachsen überflutet gewesen, heißt es heute in Dresden. Die Hilfszusagen in Form von zinsgünstigen Krediten gelten auch für die Landwirtschaft, so ein Sprecher von Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. Besondere Programme für vom Hochwasser betroffene Landwirte seien bisher nicht geplant. Der sächsische Landesbauernverband will hingegen Notprogramme für existenzbedrohte Landwirte nach dem Hochwasser aushandeln. (sta)
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