Höchstpreise für Schiffsfracht

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Die Frachtraten in der europäischen Binnen- und Küstenschifffahrt befinden sich derzeit auf einem historisch hohen Niveau. Der Grund dafür sind die sehr festen Frachtraten beim Transport von Rohstoffen, Stahl und Schrottteilen. Trotz des für die Jahreszeit eher geringen Frachtaufkommens an den Getreide-, Ölsaaten- und Futtermittelmärkten werden sehr hohe Frachten verlangt, so die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Die europäischen Binnenfrachten haben sich in den zurückliegenden zwölf Monaten fast verdoppelt. Lag die Fracht von Rostock zu einem westitalienischen Hafen Anfang des Jahres noch bei etwas über 20,- EUR/t, werden heute bis zu 40,- EUR/t verlangt. Darunter leidet auch der Absatz von hiesiger Getreide- und Rapssaat in das europäische Ausland.

Ein verstärkter Schiffsverkehr im Agrarbereich ist derzeit von den westfranzösischen Häfen in Richtung Spanien und Portugal zu beobachten. Die diesjährige gute französische Weizenernte führt zu stärkeren Verschiffungen in den südeuropäischen Raum. (Ps)
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