1

Die Pleitewelle deutscher Unternehmen hat zur Folge, dass die Kostenbelastung durch die Umlage für das Insolvenzgeld (früher Konkursausfallgeld) steigt. Wie die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), mitteilt, muss sie anteilig etwa 58 Mio. Euro aufbringen, ein Plus von über 15 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der positive Trend der Jahre 1998 bis 2000 mit rückläufigen Zahlen sei gebrochen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im Jahr 2001 2.691 Betriebe der Nahrungsmittelbranche und des Gastgewerbes einen Insolvenzantrag gestellt. Der Beitragseinzug für das Insolvenzgeld wurde den Berufsgenossenschaften in den 70er-Jahren vom Gesetzgeber übertragen, um die Verwaltungskosten für diesen Vorgang möglichst gering zu halten. Die Beiträge werden direkt an die Bundesanstalt für Arbeit weitergegeben. Für 2001 muss die BGN ihren Mitgliedsunternehmen 2,34 Euro pro 1.000 Euro Lohnsumme berechnen, rund 27 Prozent mehr als im Jahr 2000. (ED)
stats