Höhere Fördersätze für Umstellung auf Öko-Landbau beantragt

1

In Sachsen hinkt die Erzeugung von Öko-Produkten der steigenden Nachfrage weiter hinterher, wie das sächsische Landwirtschaftsministerium, Dresden, mitteilte. Nach aktuellen Erhebungen werde in diesem Jahr die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche von insgesamt 14.285 ha nur um etwa zehn Prozent wachsen. "Die Steigerung müsste mehr als doppelt so hoch ausfallen, um mit dem boomenden Öko-Markt Schritt halten zu können", sagte heute Landwirtschaftsminister Steffen Flath zum Start der "Aktionstage Öko-Landbau" in Erlbach-Kirchberg im Landkreis Stollberg. Sachsen habe bei der europäischen Kommission eine Erhöhung der Umstellungsprämien um durchschnittlich 20 Prozent beantragt, um Landwirten den Einstieg in die ökologische Landwirtschaft zu erleichtern. Bei Ackerkulturen sollen die Zahlungen beispielsweise von 550 DM auf 660 DM erhöht werden. Lediglich für die ökologische Grünlandwirtschaft soll sich die Zahlung nicht nur für die Umstellung, sondern auch für die Beibehaltung einheitlich von 400 DM auf 480 DM erhöhen.

Laut Flath habe Sachsen durch seine größeren Agrarbetriebe gegenüber anderen Bundesländern Standortvorteile. Zum einen könnten die von Handelsketten beim Einstieg in den Biomarkt geforderten großen Mengen geliefert werden, zum anderen verteile sich das Angebot nicht auf zahlreiche Öko-Verbände und Erzeugergemeinschaften. (ED)
stats