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Bayerische Landwirte freuen sich über gute Weizenerträge. Deswegen wird die Getreideernte im Freistaat das Vorjahresergebnis von 6,3 Mio. t deutlich übertreffen. Sie liegt auch knapp über dem mehrjährigen Schnitt von 6,6 Mio. t, sagt Leonhard Keller, Vorsitzender der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätsgetreide und Ölsaaten in Bayern. Es gebe allerdings regionale Ertragsunterschiede in allen Kulturen, die auf Frühjahrstrockenheit im April zurückzuführen zu seien. Keller berichtet von deutlich höheren Erträgen in Südbayern als in Nordbayern. Er begründet dies damit, dass in Südbayern die Böden schwerer sind und damit besser das Wasser speichern können.

Besonders groß ist der Zuwachs der bayerischen Roggenernte. Die durchschnittlichen Erträge übertreffen mit etwa 55 dt/ha jene des Vorjahres von 48,9 dt/ha. Durch die prozentual hohe Flächenausdehnung um 28,5 Prozent auf 41.000 ha erhöht sich die Erntemenge deutlich auf mehr als 200.000 t. 2006 waren es 156.000 t gewesen. Deutlich kleiner fällt dagegen die Sommergerstenernte aus. Hier schlägt vor allem die Reduzierung der Anbaufläche zu Buche. Keller berichtet von einer Erntemenge von deutlich unter 600.000 t (650.000 t im Vorjahr und 750.000 t im langjährigen Schnitt). (ED)

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