Höhere Prämien für Proteinpflanzen abgelehnt

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Höhere Prämien für den Anbau von Proteinpflanzen lehnt die EU-Kommission ab. Am Montag präsentierte sie dem Agrarministerrat in Brüssel einen Bericht über mögliche zusätzliche Hilfen für Futteralternativen nach dem Verbot von Tiermehl. Jede zusätzliche Tonne Futtererbsen oder Ackerbohnen durch höhere Prämienanreize kosteten das EU-Budget 9-mal mehr als der Import von Soja, rechnete die Kommission vor. Außerdem könnten die Eiweißprämien nicht ausreichend erhöht werden, ohne die Friedensklausel der WTO zu brechen. Auch die Freigabe der Stilllegungsflächen für den Proteinpflanzenanbau lehnte die Kommission ab. In diesem Fall würden viele Betriebe weniger Ackerbohnen und Futtererbsen auf ihrer normalen Fläche anbauen. Folglich schwäche die Freigabe von Stilllegungsflächen das Instrument für die Steuerung des Getreideanbaus. (Mö)
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