Höhere Preise für Molkereiprodukte mit kurzer Laufzeit


Die feste Grundtendenz am Markt für Milch und Molkereiprodukte wandelt sich für die Molkereien nun in bare Münze. Die Landwirte profitieren vorerst noch nicht davon.  Zu einer Erhöhung des Preises für Trinkmilch kommt Bewegung nach oben bei der Butter: Der Discounter Netto soll für ein Kilo deutsche Markenbutter 3,99 € geboten haben. Allerdings, so versichert ein Insider gegenüber agrarzeitung.de, gilt dieser Kontraktpreis nur für einen Monat. Mit Aldi hätten sich die Molkereien auf einen Butterpreis von 3,69 € für drei Monate geeinigt.

Die teilweise sehr kurzfristigen Verträge mit dem Lebensmitteleinzelhandel lassen keine gravierenden Anhebungen der Molkereiauszahlungspreise an die Milchbauern erwarten, heißt es in der Branche. Lediglich Molkereien, die sich besonders auf H-Milch spezialisiert haben, dürften die Erzeugerpreise stärker anheben.  

Speziell in Bayern sei zu berücksichtigen, dass hier vor allem der Käsemarkt eine wichtige Rolle spielt. Gerade bei Käse bestünden aber noch  alte Kontrakte, die auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau abgeschlossen wurden. Im übrigen laufe der  Absatz von Käse längst nicht so flott wie das Geschäft mit Milchfett. (HH)  
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