BVE-Konjunkturreport

Höhere Preise heben die Stimmung

Die Ernährungsindustrie erwirtschaftete im Januar 2017 einen Umsatz von 13,4 Mrd. €. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) bewertet das als seinen positiven Jahresauftakt. Der Zuwachs von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gehe zum Großteil auf gestiegene Verkaufspreise im In- und Ausland zurück. Mengenmäßig nahm der Branchenumsatz moderater um 2,4 Prozent zu. Wachstumstreiber sei zu Jahresbeginn vor allem das Exportgeschäft gewesen. Die Lebensmittelexporte stiegen im Januar um 8 Prozent auf 4,6 Mrd. €. Trotz guter Umsatzergebnisse wurde die Lebensmittelproduktion nicht weiter ausgebaut, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex nahm um 0,4 Prozent ab.

Preise für Lebensmittel ziehen an

Bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken zogen die Verbraucherpreise stärker an als bei den Lebenshaltungskosten insgesamt. Im Februar 2017 stiegen die Lebensmittelpreise um 1,6 Prozent im Vormonatsvergleich und um 4,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen im gleichen Vergleichszeitraum um 0,6 Prozent beziehungsweise um 2,2 Prozent, so der BVE.

Positive Geschäftserwartungen

Das Geschäftsklima in der Ernährungsindustrie ist im März 2017 auf den höchsten Wert der letzten sechs Monate gestiegen. Der entsprechende ifo-Index verdoppelte sich im Vormonatsvergleich auf 17 Punkte und stieg damit deutlich über Vorjahresniveau. Ausgelöst wurde das Stimmungshoch durch verbesserte Geschäftserwartungen. Auch die Aussichten für das Exportgeschäft, die Produktionspläne und die Beschäftigung wurden von den Unternehmen erneut mehrheitlich positiv eingeschätzt. (SB)
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