Fortschritte in der Pflanzenzüchtung sind für die Landwirtschaft unverzichtbar. Darum ist die Landwirtschaft mit den allzu geringen Ertragssteigerungen bei Weizen unzufrieden. Ertragssteigerungen, mehr Ertragssicherheit sowie Qualitätssicherheit sind die Kernforderungen an neue Sorten. Dies betonte Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, heute beim Pflanzenzüchtungstag des Deutschen Bauernverbands in Berlin. Die kleinteilige Züchtung bei Getreide habe nicht die gewünschten Ertragssteigerungen gebracht, stellte er fest. Die Züchtung bei Mais, Raps und Zuckerrüben stehe eindeutig  besser da. Diese Fortschritte mit Vorrang auf der Hybridzüchtung würden wie auch bei Roggen getragen vor allem von wenigen, starken Züchterhäusern.

Schwarz appellierte an die Politik, eindeutig in die Forschungsförderung für die Pflanzenzucht zu investieren. Er hält eine langfristig angelegte Förderung über Zeiträume von etwa 15 Jahren für notwendig. Von der Grundlagenforschung bis hin zur Transformation für den praktischen Anbau müsse die Unterstützung reichen. Die Notwendigkeit zu höheren Erträgen sei auch durch die wachsende Weltbevölkerung mit wachsenden Ernährungsansprüchen sowie gleichzeitig zunehmendem Energiebedarf gegeben, unterstrich Schwarz. (brs) 
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