Hoffnung auf Freigabe der Milch in Belgien

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Die Hoffnungen der Belgier auf eine baldige Freigabe ihrer Milch scheint sich nicht zu bestätigen. Am späten Mittwoch abend hat der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuß der EU-Kommission in Brüssel schärfere Kontrollen für die Milch gefordert. Belgien testet laufend die Milch auf PCB hin, ein chemisches Vorprodukt von Dioxin. Nach Ansicht der Belgier ist die Milch unbelastet. Die Wissenschaftler haben nun gefordert, selbst bei geringsten Funden von PCB (bei über 100 Nannogramm/g Fett) einen Dioxintest anzuschließen. Ein Dioxintest ist sehr viel aufwendiger als ein PCB-Test. Er dauert einige Wochen und kostet über 1000 DM. Auf die Forderung Belgiens, Milch auch ohne Nachweis der sicheren Herkunft verkaufen zu dürfen, wird die Kommission deshalb - zumindest kurzfristig - nicht eingehen. (Mö)
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