Dow AgroSciences

Hoffnung auf neues Getreidefungizid

Inatreq ist der erste Vertreter einer neuen Klasse von Getreidefungiziden, den Picolinamiden. Der Wirkstoff wird fermentativ aus Stoffwechselprodukten eines Bodenbakteriums hergestellt. Er verfüge über ein sehr günstiges toxikologisches Profil, teilt Dow AgroSciences mit. In umfangreichen EU-weiten Feldversuchen habe Inatreq über Jahre eine konstant hohe Leistung bei der Bekämpfung wichtiger Pathogene im Getreide gezeigt.
Nach mehr als zehn Jahren Forschung sieht Dow AgroSciences die Einführung des neuen Getreidefungizides Inatreq active in greifbarer Nähe. Nachdem das EU-Zulassungsdossier für den Wirkstoff im Dezember 2014 eingereicht wurde, erwartet das Unternehmen die Wirkstoffgenehmigung für 2018. Die ersten verschiedenen Getreidekonzepte könnten in den Jahren 2019 und 2020 vermarktet werden.

Den Landwirten werde ein wichtiger und lange erwarteter Baustein für das Resistenzmanagement zur Verfügung gestellt, so Dow AgroSciences, denn der Wirkstoff besitze keine Kreuzresistenz zu vorhandenen Molekülen wie Triazole, Strobilurine oder SDHIs. Die Einführung von Inatreq sieht das Unternehmen als Teil einer langfristigen Fungizid-Strategie, die Landwirten zu höheren Erträgen und gesteigerter Qualität verhelfen soll.

„Inatreq wird den Landwirten die dringend benötigten Lösungen im Getreidefungizidbereich bieten“, verspricht David Hindes, Global Business Leader für Fungizide bei Dow AgroSciences. Dazu zähle auch die zuverlässige Behandlung von Septoria. Da die Auswahl an Getreidefungiziden für die Landwirtschaft zulassungsbedingt und aufgrund von Resistenzproblemen künftig geringer sein wird, rechnet Dow AgroSciences damit, genau zur richtigen Zeit in den europäischen Markt einzusteigen. (SB)
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