EU-Schweinepreise

Hoffnung auf stabile Notierungen

Das Angebot bleibe europaweit groß und übersteige vielerorts die Nachfrage, stellt die ISN, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, fest. Dementsprechend entwickelten sich die Preise in den meisten Ländern der EU weiter rückläufig.

Mit umgerechnet 7 Cent/kg Schlachtgewicht fällt der Preisrückgang in Spanien am deutlichsten aus. Ein saisonal sehr großes Angebot mit steigenden Schlachtgewichten trifft auf eine mäßige Nachfrage. Die schleppenden Geschäfte mit Asien werden als Hauptgrund für den Absatzstau gesehen, so die ISN. Auch in Deutschland, Belgien, Österreich (jeweils -5 Cent) sowie Dänemark und den Niederlanden (-4 Cent) müssen die Erzeuger einen weiteren Preisrückgang hinnehmen. Lediglich in Frankreich fällt die Preisrücknahme mit 2 Cent/kg Schlachtgewicht moderater aus. Hier erhoffen sich insbesondere die Lebensmittelhändler mit dem neuen Monat eine Belebung der Nachfrage.

Tendenz für den deutschen Markt

Durch die eingeschränkte Schlachtung rund um den Tag der Deutschen Einheit ist der Schlachtschweinemarkt für die aktuelle Kalenderwoche gut versorgt. Allerdings ist die Nachfrage der Schlachtunternehmen durchaus rege, da sich durch die deutlichen Preisrückgänge der vergangen Wochen (insgesamt -17 Cent) die Margen spürbar verbessert haben. Auch der neue Monat mit Verkaufsaktionen des Lebens­mitteleinzelhandels lässt die Marktexperten hoffen, dass sich der Angebotsdruck nach dem kommenden Wochenende schnell auflöst. (mrs)



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