Hohe Düngerpreise treiben K+S an


Deutliche Umsatzzuwächse im Düngemittelgeschäft bescheren der K+S AG, Kassel, ein blendendes Geschäftsjahr 2011. Die Aussichten für 2012 sind getrübt. Im Jahr 2011 erzielte die K+S-Gruppe einen Umsatz von 5,15 Mrd. €, das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Während die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel deutliche Umsatzzuwächse verbuchten, konnte der Geschäftsbereich Salz den Umsatz annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten. In Europa wurde mit 2,6 Mrd. € die Hälfte des Gesamtumsatzes erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug im Berichtsjahr 1,2 Mrd. € (Vj. 953 Mio. €). Die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel konnten vor allem wegen der hohen Düngerpreise ihre Ergebnisse steigern. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz lag unter dem Wert des Vorjahres. Mit dem Auftausalzgeschäft ist der Konzern zufrieden, allerdings verschoben sich in diesem Bereich die Absatzmärkte in andere Regionen. Das bereinigte Konzernergebnis übertraf mit 673,6 Mio. € um 50 Prozent den Vorjahreswert. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,30 €/Aktie erhalten.  

Die Folgen der Staatsschuldenkrise in einigen EU-Ländern machten sich gegen Ende des Jahres auch im Düngemittelgeschäft bemerkbar. Die Voreinlagerung von Düngern ging zurück. Dennoch äußert sich K+S-Vorstandschef Norbert Steiner optimistisch über den erwarteten Geschäftsverlauf 2012. Das derzeitige Preisniveau für Agrarrohstoffe biete attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und dürfte die Nachfrage nach Düngemitteln ankurbeln. (da)
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