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Die Teminmarktnotierungen an der Londoner Getreidebörse rutschten gestern rasant in die Tiefe. Weizen verlor auf dem Termin November 1999, der mit 317 von insgesamt 644 Kontrakten gehandelt wurde, zum Börsenschluss 1,45 Pfund pro Tonne gegenüber dem Vortag. Grund für die Verluste waren neben einem stärkeren Außenwert des Pfundes ausgiebige Verkäufe der britischen Händler an der Liffe. Auch zeigen sich die Landwirte nun zögerlich zu Verkäufen bereit, nachdem sie in den vergangenen Tagen die kursierenden Befürchtungen einer höheren Ernte nicht wahr haben wollten und auf steigende Preise spekulierten. Diese Befürchtungen wurden jedoch jetzt bestätigt. Ernteschätzungen der Dalgety Arable Ltd. und des Scottish College of Agriculture bezifferten die britische Weizenernte auf 15,9 Mio. Tonnen und damit weit höher als in vorangegangenen Prognosen. Das HGCA, Marktberichterstatter aus London, schätzten beispielsweise die Ernte im aktuellen Bericht vom 13. September noch auf 15,2 Mio. Tonnen. (ts)
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