Hohe Erträge bei niedrigen Proteinwerten in Württemberg

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In Württemberg ist die Weizenernte weit fortgeschritten. Durch die Regenfälle der vergangenen Wochen sind die Druscharbeiten aber immer wieder unterbrochen worden. Der Befall mit Fusarium ist wesentlich geringer als zeitweise von Landwirten und Verarbeitern befürchtet wurde. Problematisch waren allerdings vereinzelt etliche Weizenpartien, die auf die Vorfrucht Mais folgten. Die Hektarerträge sind häufig höher als im Vorjahr; sie weisen jedoch erhebliche regionale Unterschiede auf, die auf die Witterungsverhältnisse des Frühjahres zurückzuführen sind. Die Hektolitergewichte liegen im Schnitt über 80 kg/hl. Häufig enttäuschen die Eiweißgehalte. Bei B-Weizen werden meist zwischen 11,5 bis etwas über 13 Prozent gemeldet. Bei A-Weizen überwiegen Rohproteinwerte um 13 Prozent. E-Weizen erreicht nicht sehr häufig die 14 Prozent-Marke. Auch in Württemberg lagern die Landwirte in Erwartung steigender Preise vermehrt auf den eigenen Betrieben ein. Die reichliche Ernte sowie die nicht sehr lebhafte Nachfrage der Verarbeiter sorgen dennoch für eine ausreichende Marktversorgung. (HH)
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