Hohe Frostschäden in Polen bestätigt

Die Auswinterungsschäden in Polen übertreffen vermutlich alle bisherigen pessimistischen Prognosen. Bedeutende Ackerbaugebiete sind betroffen. Nach ersten vorläufigen Angaben des Statistikamtes in Warschau sind landesweit rund 30 Prozent des Wintergetreides und Winterrapses umgepflügt worden. Zusammen errechnet sich eine Fläche von weit mehr als 1,5 Mio. ha. Besonders betroffen sind große Ackerbaugebiete im Zentrum, die sich ausgehend von der Grenze zu Brandenburg über Posen bis nach Torun erstrecken. Außerdem hat der Frost im Lubliner Land im Osten Polens zu hohen Ausfällen geführt.

Im Herbst haben die polnischen Landwirte nach den statistischen Erhebungen etwa 1,9 Mio. ha Winterweizen, jeweils 1,1 Mio. ha Roggen und Triticale sowie etwa 300.000 ha Wintergerste und Mischgetreide ausgesät. Unter den Getreidearten weist Roggen die geringsten Auswinterungsschäden auf. Die ursprüngliche Anbaufläche von Winterraps beziffert das Statistikamt auf rund 800.000 ha.

Die Feldkulturen, die nicht ausgewintert sind, haben sich nach Beobachtung der Pflanzenbauexperten des Statistikamtes ohne nennenswerte Beeinträchtigungen entwickelt. Bei den Frühjahrsbonituren sind sie überwiegend mit den Noten befriedigend bis gut eingestuft worden. Die Bewertung ist etwas höher als im Durchschnitt der Vorjahre. (db)
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