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Ungarns Landwirte haben in diesem Jahr mit 3,75 Mio. t Weizen zwar mehr als im Vorjahr geerntet, die Erntemenge reicht aber nicht an die besseren Jahre heran. Auch der Ertrag hinkt nach Angaben des Budapester Agrarressorts deutlich gegenüber dem mehrjährigen Durchschnitt hinterher. Entsprechend reagieren die Preise der jungen Marktwirtschaft: Mahlfähiger Weizen beispielsweise ist im August diesen Jahres auf Großhandelsstufe um 43 Prozent teurer geworden als noch im August 1999, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Auch Mehl hat sich um 30 bis 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verteuert. Für den Export dürften nach Abzug des Eigenbedarfs etwa 800.000 t zur Verfügung stehen. Allerdings ist fraglich, ob diese Menge auf Grund des Preisniveaus tatsächlich in die EU kommen wird. (pos)
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