Nahezu sieben Prozent der Landwirte im Freistaat arbeiten nach verbindlichen Vorgaben der Öko-Verbände. Allein die Zahl der Biobauern ist im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent auf 7.350 gestiegen. Auch die Fläche, die ökologisch bewirtschaftet wird, hat um ebenfalls zehn Prozent auf ungefähr 230.000 ha zugenommen.

Der Vorsitzende der Landesvereinigung für ökologischen Landbau (LVÖ), Josef Wetzstein, sieht in dieser Entwicklung einen großen Erfolg. Der LVÖ ist der Dachverband von Bioland, Demeter, Biokreis und Naturland. Als Grund für den Bio-Boom nennt Wetzstein die sehr guten Absatzbedingungen für Bio-Lebensmittel. Vor allem sind die Preise attraktiv. So erhält ein Bio-Milchvieh-Betrieb knapp 50 Cent pro Kilo Milch. Eine besondere Rolle spiele auch die sehr üppige Subventionierung durch das bayerischen Landwirtschaftsministerium.

Agrarminister Helmut Brunner (CSU) hatte bereits 2012 per Regierungserklärung angekündigt, dass er die Zahl der Biobauern bis zum Jahr 2020 auf 13.000 verdoppeln möchte. Die Fläche des ökologisch bewirtschafteten Agrarlandes möchte der Minister ebenfalls auf 400.000 ha verdoppeln. Von diesem ehrgeizigen Ziel ist man in Bayern freilich noch sehr weit entfernt. Die Öko-Verbände rechnen für das laufende Kalenderjahr mit bis zu 800 Bauern, die auf Bio umstellen. (HH) 
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