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Die Wintergerstenernte wurde in Brandenburg und Sachsen-Anhalt durch Niederschläge nur regional unterbrochen. In weiten Teilen Brandenburgs kann ungehindert weitergedroschen werden; im südlichen Landesteil ist häufig schon der Zenit der Ernte erreicht. Dabei bestätigt sich der frühe Eindruck, dass nicht die Hektolitergewichte, sondern der hohe Kleinkornanteil mit schwerpunktmäßig 15 bis 20 Prozent Probleme bereitet. Die meisten Partien werden aufbereitet werden müssen, um sie der Intervention andienen zu können. Die Ertragsausfälle werden auf durchschnittlich 20 bis 25 Prozent geschätzt. Überregional wird gen Südoldenburg und die Niederlande gehandelt; franko oder cif werden bei Lieferung bis Ende des Monats 21,50 DM/dt erzielt. Mit dem Beginn der Roggen-, Raps- und Weizenernte ist in der nächsten Woche zu rechnen. Es wird befürchtet, dass sich beim Brotgetreide noch deutlichere Ertragsrückgänge zeigen werden als bei der Gerste. (GH)
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