Hoher Pachtanteil im Nordosten


Der Verkauf von staatlichen Flächen an die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern zieht sich hin. Die Preise steigen.

Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH in Mecklenburg-Vorpommern verkaufte im Jahr 2012 rund 16.300 ha Acker- und Grünland, darunter 6.700 ha zu begünstigten Preisen nach dem Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer. Insgesamt konnten die Niederlassungen in Neubrandenburg und Schwerin Erlöse von rund 228 Mio. € an den Bund überweisen.
 
Die beiden Niederlassungsleiter Bettina Walter und Johann Jakob Nagel erklärten, dass keine nennenswerte Konflikte zwischen Alteigentümern und Pächtern auftreten. Sie gehen davon aus, für den begünstigten Verkauf noch maximal 13.000 ha Acker- und Grünland zu benötigen.

Nach Angaben der BVVG wurden 2012 rund 7.200 ha landwirtschaftliche Fläche im Nordosten ausgeschrieben. Die Größe der Ausschreibungslose betrug im Durchschnitt 12 ha. Sie seien damit für Investoren nicht interessant. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Acker- und Grünland zum Verkehrswert lag bei 16.116 €/ha. Landwirte sehen dies anders. Sie verweisen darauf, dass es immer mehr zu Ausschreibungen von großen Flächeneinheiten komme. Investoren seien weiterhin an attraktiven Flächen interessiert.

Von den auslaufenden Pachtverträgen standen 7.000 ha für den Direkterwerb zur Verfügung. Die berechtigten Pächter wählten für 67 Prozent der Fläche den sofortigen Direktkauf, 10 Prozent einen 4-jährigen Pachtvertrag mit Kaufoption und 23 Prozent einen 9-jährigen Pachtvertrag mit Verzicht auf den Direkterwerb. (da)

 
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