Fipronil

Holländer sollen Eier meiden

Die niederländische Lebensmittelkontrollbehörde NVWA hat die Verbraucher aufgerufen, bis Sonntag keine Eier mehr zu essen. Fipronil sei in weiteren 17 Geflügelbetrieben gefunden worden, teilte die Behörde heute mit. Eier mit 27 Codes gelten nun als gesundheitsschädlich. 180 Geflügelzüchterbetriebe sind gesperrt. Im Internet haben die Niederländer die Codes der betroffenen Eier veröffentlicht.


Zu Wochenbeginn hatten auch die Ministerien in NRW und Niedersachsen Warnungen vor belasteten Eiern ausgesprochen. Heute sind neue Fälle bekannt geworden. Das Umweltministerium in NRW hat in einer Eier-Packstation im Kreis Borken mit Fipronil belastete Eier entdeckt. Sie sind in den Handel gelangt. Die Eier stammen aus zwei niederländischen Betrieben. Die Stempelaufdrucke der neu hinzugekommenen Betriebe lauten 0-NL 4392501 und 0-NL 4385501. 

Auch deutsche Betriebe könnten Fipronil benutzt haben

Deutschland könnte aber nicht nur als Abnehmer niederländischer Eier betroffen sein. Möglicherweise ist das verbotene Mittel, das Kartoffelbauern von der Drahtwurmbekämpfung kennen, auch von deutschen Tierhaltern benutzt worden. Friedrich-Otto Ripke vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) erklärte der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass Fipronil möglicherweise auch in deutschen Ställen eingesetzt worden sein könnte. „Der Schwerpunkt liegt aber mit über 100 Risikobetrieben ganz klar in den Niederlanden“, so Ripke.

Das BfR hat in diesem Zusammenhang jetzt noch einmal die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema im Internet zusammengefasst. Das BfR wiederholt seine entwarnende Aussage, dass sich für keine der untersuchten Verbrauchergruppen, einschließlich Kindern, eine Überschreitung der akuten Referenzdosis (ARfD) ergibt. (kbo)

stats