Hollande verteidigt zweite Säule


Kurz vor dem EU-Finanzgipfel setzt sich Frankreich für einen ausreichenden EU-Agrarhaushalt ein. Geplante Kürzungen der ländlichen Entwicklungsprogramme sollen verhindert werden.

Die beiden Säulen der Agrarpolitik dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, betonte der französische Präsident Francois Hollande vor dem Europäischen Parlament am Dienstag in Straßburg. Die Anreize für die Umwelt in der 2. Säule gehörten genau so zur Agrarpolitik wie die Direktzahlungen der 1. Säule der GAP.

Hollande kritisierte einen Vorschlag der EU-Ratspräsidentschaft vom EU-Gipfel im November, der auch auf dem anstehenden Finanzgipfel zur Grundlage der Verhandlungen gemacht wird. Danach sind Einschnitte bei den ländlichen Entwicklungsprogrammen vorgesehen, wohingegen die Direktzahlungen einigermaßen glimpflich davonkommen.

Die Staats- und Regierungschefs dürften kein Budget verabschieden, dass vom Europaparlament abgelehnt werde, erklärte Hollande und setzt dabei auf die Unterstützung seiner Forderungen durch die Abgeordneten. Das Europaparlament spricht sich für einen Erhalt der Agrarsubventionen aus. (Mö)
stats