Hormon-Sreit: Hormon-free-cattle unter der Lupe

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Im Hormonstreit bemühen sich die USA und die EU um eine handelspolitische Lösung. Die USA haben ein neues Programm für "Hormon free cattle" aufgestellt, in dem mögliche Hormonrückstände im Fleisch besser kontrolliert werden sollen. Am Mittwoch sind Inspektoren der EU in die USA gereist, um die Wirksamkeit des neuen Programms zu überprüfen. Bis zum 15. Dezember 1999 muss die EU entscheiden, ob Rindfleisch von Tieren, die nicht mit Masthormonen behandelt wurden, weiterhin aus den USA importiert werden dürfen. Die USA bestehen inzwischen nicht mehr auf Strafzöllen als Antwort auf das europäische Importverbot für Hormonfleisch. Sie können sich auch vorstellen, dass die EU größere Mengen von "Hormon free cattle" zu einem weiter reduzierten Zollsatz einführt. Über eine solche Kompensationslösung kann allerdings erst dann verhandelt werden, wenn die Rückstandsproblematik im Griff ist. (Mö)
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