Hormonfleisch: WTO bestätigt Handelssanktionen

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Die Berufungsinstanz des WTO-Schiedsgerichts hat im Streit um Rindfleisch von hormonbehandelten Tieren ein neues Urteil gesprochen, bei dem sich beide Seiten als Sieger betrachten. Für rechtmäßig erklärte das Gericht hat am Donnerstag in Genf die Sanktionen der USA und Kanadas gegen Agrarerzeugnisse aus der EU. Die beiden Ländern dürfen deshalb weiterhin Strafzölle in Höhe von 125 Mio. US-$ gegen Roquefortkäse, Senf und andere Erzeugnisse aus der EU verhängen. Der EU hat die Berufungsinstanz aber zumindest Verfahrensfehler zugestanden. Von EU-Seite wird deshalb nicht ausgeschlossen, das Einfuhrverbot für Hormonfleisch erneut vom WTO-Schiedsgericht prüfen zu lassen. Die EU-Kommission interpretiert das Urteil deshalb als einen Sieg für den Verbraucherschutz. (Mö)
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