McDonald's

Hühnerfleisch ohne Antibiotika


In den 14.000 McDonald's-Filialen in den USA soll ab dem Jahr 2017 nur noch Hühnchenfleisch verkauft werden, bei dessen Produktion weitgehend auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet wurde. Den Lieferanten sei es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr erlaubt, antibiotische Wirkstoffe einzusetzen, die auch in der Humanmedizin verwendet werden, teilte die Konzernzentrale mit.

Leitlinien für die Lieferanten

Lediglich Ionophore, die ausschließlich in der Tierhaltung genutzt werden, sind von dem Verbot ausgenommen. Für seine Lieferanten hat das Unternehmen "Leitlinien für einen vernünftigen Einsatz von Antibiotika" formuliert. Darin ist unter anderem festgelegt, dass Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge wie eine gute Tierhaltungstechnik, Hygienemanagement, Gesundheitsmonitoring und Impfungen Vorrang haben.

Eingesetzt werden sollen die Medikamente nur bei klinischen Indikationen. Vorbeugende Therapiemaßnahmen will McDonald's dagegen deutlich beschränken. Sie sollen nur noch dann erlaubt sein, wenn sie von einem Tierarzt befürwortet wurden. Alle Antibiotika-Einsätze müssen zudem dokumentiert werden.

Eigene Strategie für Europa

In Europa überwacht, kontrolliert und senkt McDonald's bereits seit 2001 den Einsatz von Antibiotika bei Hühnern, teilte Mc Donald’s Deutschland auf Anfrage mit. Nun solle in einem weiteren Schritt stufenweise der Einsatz von Antibiotika mit „Wirkstoffen höchster Priorität“ reduziert werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Antibiotika als „Wirkstoffe mit höchster Priorität“ wenn sie bei Menschen zur Behandlung besonderer und schwerwiegender Infektionen und Krankheiten eingesetzt werden. Die verschiedenen regionalen Ansätze würden die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen und landwirtschaftlichen Strukturen in den jeweiligen Märkten berücksichtigen, so das Unternehmen. (SB)
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