Waren im Jahr 2011 noch circa 25.000 Arbeitskräfte mit dem Bau von Biogasanlagen beschäftigt, sind es heute weniger als 5.000. Diese Zahlen veröffentlicht der Fachverband Biogas anlässlich der 24. Biogas-Jahrestagung, die aktuell in Bremen stattfindet. Verbandspräsident Horst Seide fordert daher in der aktuellen, politischen Diskussion um die Ausgestaltung des Strommarkts ein klares Signal pro Biogas.

Vorteile dieses Energieträgers gegenüber anderen, regenerativen Quellen sieht der Verband etwa in dessen Speicherbarkeit. Zudem würden nach Angaben des Verbands heute etwa knapp 18 Mio. t CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart. Durch die Vergärung von Gülle und Mist ließe sich noch mehr CO2 sparen, so der Fachverband Biogas weiter.

Hierzu seien entsprechende Anreize zu setzen, lautet die Forderung an die Politik. Stattdessen würden den Betreibern von Biogasanlagen „Hürden“ in Form der Anlagenverordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) oder der Düngeverordnung in den Weg gelegt. (pio)
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