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Als „haarsträubend und in höchstem Maße schädlich“, kritisiert Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger den „Feldzug“ von Verbraucherschutzministerin Renate Künast gegen die grüne Gentechnik. Rehberger forderte Bundeskanzler Gerhard Schröder in einer Mitteilung auf, diesen "grünen Feldzug gegen die Forschung" sofort zu stoppen. In den vergangenen Wochen mussten mindestens vier Forschungsinstitute, die dem Künast-Ministerium unterstellt sind, wichtige Forschungsprojekte zur grünen Gentechnik wieder zurückziehen. Die von Künast blockierten Projekte sollten sich der Grundlagen- und Risikoforschung an gentechnisch veränderten Pflanzen widmen und waren vom Bundesforschungsministerium bereits positiv begutachtet worden. Betroffen von solcher Blockade sei auch die Bundesanstalt für Züchtungsforschung in Quedlinburg, der damit Drittmittel in Höhe von 200.000 € verloren gingen, argumentiert Rehberger. Künast wolle die grüne Gentechnik aus Deutschland verbannen. „Als Grund für ihre ablehnende Haltung nennt sie unerforschte Risiken der Gentechnik – aber jegliche Risikoforschung verbietet sie rigoros.“Dadurch drohe Deutschland jetzt der Export von Wissen, der Abzug innovativer Unternehmen und exzellenter Wissenschaftler, warnt Rehberger. (ED)
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