Rekordertrag

Hybridgerste trotzt der Trockenheit


Mit einem Ertrag von 13,04 t/ha hat Landwirt Hubertus Cammert einen rekordverdächtigen Wintergerstenertrag geerntet. Der Geschäftsführer der LBG Calenberg KG aus dem niedersächsischen Oerie bei Hannover verfehlte damit den erst im Januar 2015 in Neuseeland aufgestellten Weltrekord von 13,8 t/ha nur knapp. Die von Hubertus Cammert gedroschene Menge könne aber als inoffizieller Europarekord gewertet werden, erklärt Syngenta Pressesprecher Peter Hefner. Denn das neue Ergebnis übertreffe deutlich den alten von einem schottischen Landwirt gehaltenen Rekord. Das Ergebnis in Neuseeland sei allerdings unter anderen Produktionsbedingungen entstanden, die in Deutschland so nicht möglich seien. Dies betreffe vor allem die Stickstoffdüngung und die Intensität des Pflanzenschutzmitteleinsatzes. Der niedersächsische Landwirt sieht das deshalb gelassen: „Wir haben hier bewusst nicht gezaubert“, erklärte er.

Hubertus Cammert hatte auf dem Rekordfeld die Hybridgerstensorte Wootan von Syngenta angebaut. Auf dem 8 ha großen Rekordacker sei nicht nur der Ertrag sondern auch die Qualität mit einem Hektolitergewicht von 68 kg hervorragend gewesen. Die Rekordernte liegt um rund 30 Prozent über dem Ertragsdurchschnitt im Calenberger Land. Überwacht wurde der Rekordversuch von dem unabhängigen Zertifizierer SGS Fresenius. Grundvoraussetzung für die Anerkennung ist die Einhaltung der guten fachlichen Praxis. Das Ergebnis wurde mit einer Stickstoffgabe von 184 kg/ha und je drei Wachstumsregler- und Fungizidmaßnahmen erzielt. Die extreme Vorsommertrockenheit stellte in diesem Anbaujahr eine besondere Herausforderung dar. (SB)
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