Hybridweizen in den Anfängen

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Zum Anbau von Hybridweizen in Deutschland liegen noch wenig Erfahrungen vor. Die für die bevorstehende Herbstbestellung erstmals zugelassene Sorte Hybnos brachte zwar in bisherigen Versuchen Höchsterträge. Der Abstand zur jeweils besten Liniensorte war jedoch selten so hoch, daß die höheren Saatgutkosten sich rechnen. Darauf wies Dr. Peter Doleschel, Bayerische Landesanstalt Freising, gestern auf dem Saatguthandelstag auf Burg Warberg hin. Als besonderen Nachteil für die deutsche Saatgutwirtschaft sieht Doleschel, daß die Vermehrung des Hybridweizens nicht in Deutschland durchgeführt werden darf. Hierzulande ist der Einsatz eines Gametozids nicht erlaubt. Es wird in französischen Vermehrungen gespritzt, um die Sterilität des Pollens in der Mutterlinie des Hybridweizens herzustellen. (db)
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