IGC legt bei globaler Getreideernte zu

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Der Internationale Getreiderat (IGC), London, schließt sich dem allgemeinen Optimismus für eine große Ernte 2008 an. In seiner Mai-Schätzung erhöht der IGC seine Prognose für die globale Weizenernte im Wirtschaftsjahr 2008/09 um 5 auf 650 Mio. t. Regenfälle verbesserten in den EU-Ländern sowie in der Ukraine und Russland die Aussichten für die Weizenernte 2008. Die beiden osteuropäischen Länder treten mit Australien zusammen in Wettbewerb auf dem Exportmarkt. Laut IGC könnten die US-Weizenexporte das Nachsehen haben. Regen für die Aussaat fehlt dagegen in Argentinien und Australien. Den globalen Weizenverbrauch schätzt der IGC auf 632 Mio. t, immerhin 20 Mio. t mehr als 2007/08. Bei den Endbeständen rechnet der IGC mit 131 Mio. t. Nachgebende Weizenpreise dürften den Verbrauch in den Entwicklungsländern in Afrika und Asien stimmulieren. In der EU und in den USA wandert wieder mehr Getreide in den Futtertrog.

Auch die globale Produktion von Getreide insgesamt schätzt der IGC leicht höher als im Mai und landet bei 1,712 Mrd. t. Die Endbestände sind mit 262 Mio. t um 1 Mio. t niedriger als im Vorjahr. Der Welthandel wird 2008 dominiert von Weizen und Gerste. Sie ersetzen 2008 die Einfuhren von US-Mais und Sorghum. (da)

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