IGC senkt Weizenprognose


Der Internationale Getreiderat verringert die Erwartung an die Weizenerzeugung in der neuen Saison. Für Mais bleibt die Prognose jedoch unverändert hoch. Um 5 Mio. t niedriger als Anfang April schätzt der IGC jetzt die Weizenerzeugung 2012/13. Gegenüber dem Vorjahr, das allerdings eine Rekordmenge gebracht hatte, würde der Rückgang fast 20 Mio. t betragen. Die neue Erzeugung wird nach IGC-Schätzung mit 676 Mio. t den globalen Weizenbedarf nicht ganz decken. Da jedoch Bestände vorhanden sind, ist rein statistisch kein Mangel in Sicht.

Regional kann die Situation anders aussehen, denn der IGC rechnet besonders in der EU mit einem deutlichen Rückgang der Weizenernte, wogegen die Aussichten für die US-Weizenernte optimistisch bleiben. Ähnlich gespalten ist die Lage auch in Osteuropa und Zentralasien. Russland könnte wieder eine hohe Weizenernte einfahren, wogegen die Ukraine und Kasachstan mit Sicherheit deutlich weniger dreschen werden.

Unverändert hoch ist die Einschätzung zum globalen Maisangebot 2012/13, das in der kommenden Saison erstmals seit Jahren den Bedarf übersteigen könnte. Überall werden die Flächen kräftig ausgedehnt. Der IGC kann sich vorstellen, dass 2012/13 weltweit rund 900 Mio. t Mais und damit 4 Prozent mehr als im Vorjahr geerntet werden. Die Mehrmengen werden voraussichtlich weitgehend in das Futter gehen und dort auch Futterweizen ersetzen. Mit einem leichten Rückgang der Maisnachfrage rechnet der IGC hingegen seitens der Ethanolhersteller in den USA. (db)
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