IGC senkt Weizenprognose moderat


Weizen und Gerste haben im internationalen Maßstab am meisten unter der Hitze und Trockenheit im Juli gelitten, zeigt die aktuelle Ernteprognose des Internationalen Getreiderates IGC. Für die globale Weizenerzeugung 2010/11 geht der IGC in seinen heute veröffentlichten Zahlen von 651 Mio. t aus. Das wären 13 Mio. t weniger als vor einem Monat geschätzt. Für die gesamte Getreideernte (ohne Reis) beträgt die Absenkung im Monatsvergleich 23 Mio. t. Hier macht sich eine verringerte Gerstenerzeugung bemerkbar. Die Aussichten für eine globale Rekordmaisernte stehen dagegen unverändert gut.

Rein statistisch lässt sich für Weizen aus den neuen Zahlen kein Versorgungsengpass ablesen. Denn die globalen Vorräte, die der IGC zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2010/11 auf 197 Mio. t schätzt, werden aus heutiger Sicht nur geringfügig um 5 Mio. t abgebaut. Dagegen ist die globale Maisbilanz unverändert eng. Trotz einer riesigen Ernte kommt es zu einem Bestandsabbau, weil der Verbrauch schneller wächst als die Erzeugung nachkommt. (db)
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