ISN: Getreidemarkt ist überhitzt

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) sieht die jüngste Entwicklung an den Getreidemärkten mit Sorge. Überzogene Preise würden die Wirtschaftlichkeit der Tierproduzenten gefährden. Nach Auffassung der ISN ist der derzeit an den internationalen Getreidebörsen zu beobachtende Preisanstieg im Hinblick auf die aktuell absehbare Versorgungslage nicht gerechtfertigt. Ähnlich wie 2007 würden Spekulanten die Kurse nach oben treiben, heißt es in Damme. Die ISN weist darauf hin, dass die Getreidenotierungen 2007 in einer ähnlichen Situation im September/Oktober wieder eingebrochen sind. Auf Grund der aktuellen Niederschläge verzögere sich die diesjährige Ernte, sodass auch die tatsächlichen Erntemengen später bekannt würden.

Vor dem Hintergrund dieser Unsicherheiten warnt die ISN die Schweinehalter vor dem Abschluss langfristiger Futtermittelkontrakte. Bei den bisherigen Futtermittelpreisen würden die Schweinehalter noch „eine schwarze Null" erwirtschaften. Wenn jedoch die aktuellen Getreidekurse und damit auch die höheren Futtermittelkosten bei der Kalkulation berücksichtigt werden, würden Mäster wie auch Ferkelerzeuger „rote Zahlen" schreiben. (Sz)
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