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In einem offenen Brief äußert Franz Meyer zu Holte, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschland e.V. (ISN), seine Kritik an den von Dr. Gerald Thalheim, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, getroffenen Aussagen. Danach handele es sich bei den bisher entdeckten Fällen im Medikamentenskandal laut Thalheim "nur um die Spitze eines Eisberges" und die Bundesregierung erwarte eine Ausweitung des Schweinemastskandals. Als Interessenvertretung der spezialisierten Schweinehalter Deutschlands verurteile die ISN jeglichen illegalen Vertrieb und Einsatz von Arzneimitteln in der Schweinehaltung. Insbesondere durch die Unterstützung tiermedizinischer Forschungsprojekte bemühe sich die ISN, dem vorbeugenden Gesundheitsschutz Vorrang vor dem kurativen Medikamenteneinsatz zu verschaffen. Allerdings werde jeder Versuch, kriminelle Vorgehensweisen zu verallgemeinern, verurteilt. "Schwarze Schafe" könnten in keiner Branche ausgeschlossen werden. Die ISN lasse aber nicht zu, dass die gesamte Berufsgruppe diskriminiert und darüber hinaus eine zusätzliche Verunsicherung der Verbraucher provoziert werde. (ED)
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