Die Schweinehalter in Deutschland müssen sich verstärkt den gesellschaftlichen Trends stellen. Die Strategie dafür sei entwickelt worden und müsse beibehalten werden, meint Heinrich Dierkes, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Kurz vor Beginn der heute stattfindenden Mitgliederversammlung wendet sich Dierkes auf der Homepage des Verbandes noch einmal an die Mitglieder, die in den ISN-Verbandsgremien beschlossene Ausrichtung des Verbandes zu bestätigen. „Bei den Themen Tierschutz und Nachhaltigkeit müssen wir die Trends erkennen", wird Dierkes zitiert. Gleichzeitig  kündigt er jedoch Widerstand gegen die Tierschutzinitiative von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an.

Weiterhin zeigt er Unverständnis für die Aktivitäten der Initiative „Pro-ISN". Diese wirft der ISN zu viel Kompromissbereitschaft vor. Nach Aussage von Dierkes seien dagegen verbandsübergreifende Aktionen wie die Branchenkommunikation nur gemeinsam mit Organisationen wie dem Deutschen Bauernverband (DBV) oder dem Zentralverband der Schweineerzeuger (ZDS) erfolgversprechend. Für die Branchenkommunikation sind Beiträge von etwa 20 Cent pro Schlachtschwein als Abgabe von den Erzeugern im Gespräch. Dieser Betrag stehe bislang überhaupt noch nicht fest, so Dierkes. Allerdings sei klar, „dass davon die Welt nicht untergehen würde". Zu Zeiten der früheren Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) seien 51 Cent pro Schlachtschwein abgeführt worden. (jst)
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