ISN fordert fairen Wettbewerb


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Mit Unverständnis und Enttäuschung kommentiert die ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e. V., Damme, die derzeitige Diskussion um die Schweinehaltungsverordnung. "Ich frage mich, was das Gerede der Bundeskanzlerin und auch des Agrarministers über eine strikte Umsetzung von EU-Vorgaben eigentlich soll", sagte Franz Meyer zu Holte am Freitag bei der Mitgliederversammlung in Osnabrück. Der ISN-Vorsitzende kritisierte am Entwurf der Schweinehaltungsverordnung vor allem die Forderungen zur Stallbeleuchtung, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst. Während die EU 40 Lux fordert, sollen in Deutschland 80 Lux vorgeschrieben werden. Wissenschaftlich unhaltbar sei auch die Forderung, den Sauen Nestbaumaterial zur Verfügung zu stellen. Bedauerlich sei, dass der Bauernverband diese nationalen Sonderwege bagatellisiere. Die Forderung der deutschen Schweinehalter sei, gleiche Wettbewerbsbedingungen in einem gemeinsamen Markt zu schaffen. Dies gelte auch für die Wiederzulassung tierischer Fette in der Schweinefütterung. Entgegen einer Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und einer Weisung aus Brüssel halte Seehofer an dem Verbot fest, kritisierte Meyer zu Holte. (SB)
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