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Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschland e.V. (ISN), Damme, spricht sich in einer Mitteilung klar und deutlich gegen eine Wiederbelebung der privaten Lagerhaltung für Schweinefleisch aus. ISN-Vorstandsmitglied Franz Schulze Tenkhoff berichtete, dass am vergangenen Dienstag - auf Initiative der Franzosen - ein Treffen mit Vertretern aus Frankreich, Dänemark und den Niederlanden mit der EU-Kommission stattgefunden habe. Die Franzosen würden die EU-Kommission wieder auffordern, angesichts der niedrigen Erzeugerpreise, in den Schweinefleischmarkt reglementierend einzugreifen.

Die ISN stelle fest, dass im Sommer dieses Jahres die private Lagerhaltung einen nachhaltigen Preisanstieg verhindert habe. Auf völliges Unverständnis angesichts der derzeitigen Preissituation stoße deshalb die Position des Deutschen Bauernverbandes (DBV), der sich für die private Lagerhaltung ausgesprochen habe. "Dies ist wohl ein Schnellschuss", so Tenkhoff, "über den man nicht weiter nachgedacht hat." Die deutschen Schweinehalter seien für einen freien Markt, der staatliche Reglementierung verbiete. "Blinder Aktionismus" helfe nicht weiter, vielmehr müsse der Markt seine Kräfte entfalten, heißt es in der Mitteilung weiter. (ED)

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