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Heftige Kritik am geplanten Tierschutz-TÜV übt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN). Ein entsprechender Gesetzesentwurf ist heute im Agrarausschuss des Bundestages befürwortet worden. Für die ISN, die schon in früheren Stellungnahmen gegen die geplanten Vorschriften protestiert hatte, ist das Votum des Agrarausschusses vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise „völlig unverständlich“. „Während die Banken und die Automobilindustrie Milliardenhilfen bekommen, stellt man die Veredlungswirtschaft vor immer neue bürokratische Hürden, die nur Kosten verursachen“, heißt es in der Stellungnahme der ISN. Sie befürchtet neue Wettbewerbsnachteile für die deutschen Schweinehalter im europäischen und erst recht im weltweiten Wettbewerb. Schon heute „strotzen die Rahmenbedingungen der deutschen Schweinehaltung nur so von hausgemachten Wettbewerbsnachteilen“, mahnt die ISN. Sie ist der Auffassung, dass dem tierischen Wohlbefinden in der Nutztierhaltung auch ohne Tierschutz-TÜV mit den bestehenden Gesetzen und Verordnungen, wie der Schweinehaltungsverordnung, der Schweinehaltungshygieneverordnung und den Kontrollen im Rahmen von Cross Compliance und QS mehr als ausreichend Genüge getan. (ED)
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