Schweinepest

ISN warnt vor Jagd im Baltikum

Berichte über mehrere neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen beunruhigen auch die Schweinehalter in Deutschland. Allein in dieser Woche sind polnischen Medien zufolge sechs Neuerkrankungen nachgewiesen worden. Das Geschehen konzentriert sich auf Gebiete an den Grenzen zu Weißrussland und Litauen.

Keine Fleischprodukte mitbringen

Angesichts der jüngsten Entwicklung appelliert die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) an alle Schweinehalter, die nötigen Vorsorgemaßnahmen unbedingt einzuhalten und auch die Mitarbeiter für das Problem zu sensibilisieren. Es gilt ein Einfuhrverbot von lebenden Schweinen und Schweinefleisch aus den betroffenen Regionen. Dies gelte natürlich auch für alle Privatpersonen, die keine Fleischprodukte von Reisen in diese Länder mitbringen dürfen, betont die ISN.

Futter vor Wildschweinen schützen

Wichtige Vorsorgemaßnahmen sind in der Schweinehaltungsverordnung vorgeschrieben. Grundsätzlich ist die Fütterung von Speiseabfällen verboten. Betriebe müssen regelmäßig Schadnager bekämpfen und den Stall gegen das Eindringen von Wildschweinen sichern. Auch Futtermittel und Einstreu müssen sicher vor Wildschweinen gelagert werden. Viehtransporte sind nach jeder Fahrt zu reinigen und zu desinfizieren.

Erlegte Wildschweine untersuchen

Ein besonderes Risiko sieht die ISN in Jägern, die in den betroffenen Gebieten auf die Pirsch gehen. Dazu zählen neben Polen auch weite Teile der baltischen Republiken, Estland, Litauen und Lettland sowie Russland, Weißrusslaand und die Ukraine. Um keine unnötige Risiken einzugehen, sollte vollständig darauf verzichtet werden, Wildschweinfleisch aus den Risikogebieten nach Deutschland einzuführen, empfiehlt die ISN. (SB)
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