IVA fordert Folgenabschätzung zum Pflanzenschutz

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Die heutige Einigung des Agrarministerrates zur EU-Pflanzenschutznovelle wird von der Pflanzenschutzindustrie kritisiert. "Es gehen weit mehr wichtige Pflanzenschutzmittel verloren, als derzeit den Politikern bekannt ist", erklärt der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Volker Koch-Achelpöhler. Viele Schädlinge und Krankheiten könnten dann kaum noch bekämpft werden. Die Kommission unterschätze, welche Effekte die von ihr vorgeschlagenen neuen Kriterien für die Wirkstoffzulassung haben werden. Daher wäre eine konkrete Folgenabschätzung durch eine Studie angeraten. "In ihrer jetzigen Form zerstört die Pflanzenschutz-Novelle die Grundlagen für die Entwicklung der nächsten Generation von Pflanzenschutz-Wirkstoffen", erklärt der Verbandschef weiter. Die vorgeschlagenen Ausnahmeregelungen hält er darüber hinaus für zu kompliziert und praxisfremd. (AW)
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