Der Lobbyverband bezeichnet die Pläne der Europäischen Kommission zu einem umfassenden Verbot von Pflanzenschutz-Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide als „überzogen“ und fordert im Vorfeld einer Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCoFCAH) ein Einschreiten.

Die EU-Kommission will ein generelles zweijähriges Verbot von drei Neonicotinoid-Wirkstoffen in allen Kulturpflanzen, die für Bienen als attraktiv gelten, europaweit durchsetzen.

die IVA glaubt, in Deutschland wäre besonders der Anbau von Raps gefährdet, da den Landwirten bei einem Verbot der Saatgutbeizung mit Neonicotinoiden kaum noch wirksame Alternativen zum Schutz gegen Schädlingsbefall zur Verfügung stünden.

„Die Pläne der Kommission kommen einem regulatorischen Rundumschlag gleich. Sie sind wissenschaftlich nicht untermauert, sie schaden der Landwirtschaft und ihr Nutzen für die Bienen ist mehr als fragwürdig“, kommentiert Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des IVA.

Die Hersteller kritisieren vor allem, dass die Efsa-Daten nicht alle wissenschaftlichen Erkenntnisse und keine Erfahrungen aus der landwirtschaftlichen Praxis berücksichtigt hätten.

Nach Ansicht des IVA sei das vor allem für Deutschland nicht gerechtfertigt. Die hierzulande eingesetzten Pflanzenschutzmittel seien von Fachbehörden des Bundes in einer Risikobewertung überprüft und für genau definierte Anwendungen zugelassen. (az)
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