Die Zeitschrift hatte Wintersalate aus konventionellem Anbau auf Pflanzenschutzmittelrückstände getestet und dabei die Standards der deutschen und europäischen Behörden für die Beurteilung noch um 10 bis 20 Prozent reduziert. Und obwohl die Produkte zum Teil als „gut“ eingestuft wurden, empfiehlt die Redaktion, eher Bio-Produkte zu kaufen, die aber gar nicht am Test teilgenommen hatten.

Zudem fällt dem IVA auf, dass im redaktionellen Umfeld des Test-Artikels sechs kommerziellen Anzeigen von fünf verschiedenen Bioanbietern zu finden sind. Laut IVA sind das „ein paar Zufälle zu viel.“

Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler wirft Öko-Test vor: „Wenn eine Zeitschrift ein günstiges Lebensmittel testet, es für gut befindet, dem Leser aber die teureren Produkte seiner Anzeigenkunden empfiehlt, die es obendrein gar nicht getestet hat, bleibt ein übler Nachgeschmack. Es stellt sich die Frage, wie unabhängig die Redaktion ist.“ Das Verbrauchermagazin Öko-Test entpuppe sich als Mogelpackung. (hed)
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