Im Markt liegt eine attraktive Zukunft


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DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer rechnet die Agrarwirtschaft zu den bedeutenden "Schlüsselsektoren des 21. Jahrhunderts". Angesichts knapper Ressourcen für Ernährung und Energie stehe die Landwirtschaft vor einem neuen Zeitalter. Bartmer kritisierte jedoch die Goldgräberstimmung rund um Bioenergie. "Nahrungsmittel und Energie konkurrieren mittlerweile um die gleichen Flächen", betonte Bartmer gestern zum Auftakt der Wintertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in München. Dabei werde diese Fläche weltweit immer weniger. Der DLG-Präsident hält Flächenstilllegungen und Extensivierungsprogramme nicht mehr für zeitgemäß.

Trotz der hohen Preise für Futtermittel sieht er die Wettbewerbsfähigkeit der Veredelung am Standort Deutschland nicht gefährdet. Dieses Problem hätten auch die Konkurrenten in anderen EU-Staaten und in der Welt. Weder die Landwirte in Brasilien noch in der Schwarzmeerregion könnten wesentlich billiger füttern als ihre deutsche Kollegen, versicherte Bartmer. Deshalb würden Preissteigerungen beim Futter über kurz oder lang in Form von höheren Preisen für Fleisch und vermutlich auch bei Milch an den Verbraucher durchgereicht werden können. (HH)

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