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Deutschland bereitet sich auf den Herbstvogelzug und das damit verbundene Risiko einer Infektion von Nutzgeflügel mit dem Virus H5N1 vor. In geflügeldichten Gebieten sei diese Gefahr weiterhin hoch, warnt Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Im Land sei zwar seit dem 10. April keine Vogelgrippe mehr nachgewiesen worden, dies sei jedoch kein Grund, unvorsichtig zu sein. Im Hinblick auf den beginnenden Herbstvogelzug - gegenwärtig sind bereits 15.000 Zugvögel allein im Bereich Westrügen, Stralsund unterwegs - wird vom Land derzeit eine Allgemeinverfügung erarbeitet, in der die Aufstallungsgebiete neu festgelegt werden. "In den von uns festgelegten Risikogebieten sind dann keine Ausnahmen vom Aufstallungsgebot mehr möglich", betont Backhaus. In anderen Gebieten, die nicht als Risikogebiete ausgewiesen werden, soll Freilandhaltung weiter möglich sein. Diese Strategie ist immer abhängig von der aktuellen Seuchenlage. Voraussichtlich soll die Verfügung zum 1. September in Kraft treten.

Nach wie vor gilt die Geflügel-Aufstallungsverordnung vom 9. Mai 2006, die eine grundsätzliche Aufstallung vorsieht, aber auch unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen davon zulässt. (ED)

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