Nordrhein-Westfalen

Immer weniger Familienbetriebe


--

2013 gab es in Nordrhein-Westfalen noch rund 31.300 Familienbetriebe. Sie machen damit etwas mehr als 91 Prozent der landwirtschaftlichen Unternehmen in dem Bundesland aus. 2010 lag dieser Anteil allerdings noch bei knapp 95 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 1999 ist die Zahl der Familienbetriebe sogar um fast ein Drittel geschrumpft, teilt jetzt das statistische Landesamt „Information und Technik Nordrhein-Westfalen" anlässlich des internationalen Jahres der familienbetriebenen Landwirtschaft mit. Der Rest teilt sich in Personengesellschaften oder in Juristische Personen auf.
Mit 1,3 Millionen Hektar bewirtschafteten die Familienbetriebe knapp 88 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Sie beträgt in NRW insgesamt 1,5 Mio. ha. 2013 war mehr als die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche zugepachtet (rund 56 Prozent). Im Landesdurchschnitt wurden 503 €/ha gepachteter Landfläche gezahlt.

Die durchschnittliche Betriebsgröße der Familienbetriebe ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen: Von durchschnittlich etwa 31 ha im Jahr 1999 auf fast 41 ha im Jahr 2013. Die Arbeiten werden überwiegend von Familienarbeitskräften erledigt. Darüber hinaus befinden sich mehr als 90 Prozent der landwirtschaftlichen Familienbetriebe in männlicher Hand. 28 407 Betriebsinhabern standen 2 874 Betriebsinhaberinnen gegenüber.

In der amtlichen Agrarstatistik wird die Anzahl der Familienbetriebe indirekt ermittelt. In der Statistik gelten Betriebe der Rechtsform Einzelunternehmen als klassischer Familienbetrieb. (kbo)
stats